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Chirurgische Fachgesellschaften zur Wiederaufnahme von elektiven Operationen

By Surgical Tribune
May 06, 2020

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie, der Berufsverband der Deutschen Chirurgen, die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin und der Berufsverband Deutscher Anästhesisten haben gemeinsam eine Stellungnahme zur Wiederaufnahme von planbaren Operationen in deutschen Krankenhäusern veröffentlicht. Die Stellungnahme bezieht sich auf Krankenhäuser, die sich schwerpunktmäßig mit der Behandlung von COVID-19 infizierten Patienten beschäftigen.

In Anbetracht neuer Bewertungen der COVID-19-Neuinfektionen sind Krankenhäuser dazu aufgerufen, planbare Operationen schrittweise aufzunehmen und Krankenhäuser wieder in einen Normalbetrieb der Regelversorgung zu überführen.

Zu diesem Zweck haben die medizinischen Fachgesellschaften, in Anlehnung an Publikationen und Verlautbarungen nationaler und internationaler Fachgesellschaften, eine Liste von Prinzipien und Überlegungen erstellt, die den Krankenhäusern bei der Wiederaufnahme der Versorgung in Operationssälen und allen Verfahrensbereichen als Leitfaden dienen können. Im Vordergrund steht weiterhin die Sicherheit von Patienten, Personal und Bevölkerung.

Das langsame Hochfahren des Operationsbetriebs in den Krankenhäusern geht einher mit einer sorgsamen Abwägung von wichtigen kalkulierbaren Eingriffen, der regulären Versorgung von Notfällen sowie der Bereitstellung von notwendigen Kapazitäten zur Behandlung von COVID-19-Patienten.

Ziel der Empfehlungen ist die Reduktion der Anzahl wartender Patienten mit aufgeschobenen operativen Eingriffen und die Organisation des Überganges in einen geordneten Regelbetrieb mit COVID- und Non-COVID-Patienten.

Hintergrund ist ein vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) veröffentlichtes 8-Schritte-Papier, das Empfehlungen zur langsamen Adaption eines neuen Klinikalltags gibt. Nach mehreren Wochen Aufschub und Absage verschiebbarer planbarer Operationen und Aufnahmen in den Kliniken hat das BMG aktuell eine schrittweise Öffnung der Kliniken auch für planbare Operationen angekündigt, mit folgender Begründung: “Eine dauerhafte ausschließliche Priorisierung nur einer bestimmten Patientengruppe unter Ausschluss anderer Gruppen von Erkrankten lässt sich insbesondere aufgrund des Gleichheitsgrundsatzes nicht rechtfertigen.”

Die vollständige Stellungnahme kann hier eingesehen werden.

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