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Richard Wolf und E. Tamussino erhalten Ehrung für Spende an Krankenhaus Santa Casa de Misericordia

November 8, 2019 | News

Knittlingen – Ende August wurden das Medizintechnikunternehmen Richard Wolf und dessen brasilianischer Händler E. Tamussino für eine gemeinsame Spende von medizinischem Equipment vom Krankenhaus Santa Casa de Misericordia in Sao Paulo in Brasilien feierlich geehrt. Die Spende belief sich auf drei komplett ausgestattete endoskopische Videowagen sowie zwei Urethroskope.

Philipp Lahm, Roy Präger und Jürgen Rische kicken für den guten Zweck

November 6, 2019 | News

Berlin/Leipzig – Der FC Diabetologie feiert am 8. November 2019 sein 5-jähriges Bestehen. Das Jubiläum wird in Leipzig mit einem Benefizspiel gefeiert. Erstmals wird auch Weltmeister Philipp Lahm für den FC Diabetologie auflaufen. Gegner wird eine Mannschaft von RB Leipzig sein, die sich vor allem aus Ex-Profi-Spielern der Saison 2009/10 zusammensetzt. Auch die ehemaligen Lok-Leipzig-Profis Roy Präger und Jürgen Rische werden auf dem Rasen stehen. Darüber hinaus schnürt auch Olympiasieger Matthias Steiner die Fußballschuhe.

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Gemeinsame Stellungnahme zum Notfallsanitätergesetz

November 4, 2019 | News

Berlin – In einer Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) zum Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Notfallsanitätergesetzes (Bundesrat, Drucksache 428/19) in Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH), dem Berufsverband Deutscher Chirurgen (BDC) und dem Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) kritisieren sie die geplante Änderung des Notfallsanitätergesetzes: „Ärztlich tätig sein kann und darf nur der Arzt.“

Experten warnen vor Überlastungsschäden an kindlichen Gelenken und Knochen

November 1, 2019 | Events | News

Berlin – Akute Verletzungen wie Brüche, Prellungen und Zerrungen – aber auch Überbelastungsschäden an Gelenken und Knochen – nehmen im Kindes- und Jugendalter zu, beobachten Sportorthopäden. Die Ursache sehen sie vor allem in zu wenig Verletzungsprävention, etwa passendem Schuhwerk, Einlagen, einem altersgerechten abwechslungsreichen Trainingsplan oder ausreichenden Regenerationszeiten. In vielen Fällen würden sich auch bereits durch ein adäquates Präventionstraining oder maßvollere Sporteinheiten Verletzungen und deren Spätfolgen vermeiden lassen. Im Zuge des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie 2019 (DKOU) warnten die Experten vor zu intensivem Sport ohne Regenerationszeiten im Kindesalter. Sie wiesen darauf hin, dass Folge- und Überlastungsschäden – auch durch zu einseitige Bewegungsabläufe – junge Menschen lebenslang körperlich beeinträchtigen können.

Das kleine Einmaleins von Diagnose und Therapie kommt oft zu kurz

October 30, 2019 | Events | News

Berlin – Viele Patienten mit Haltungsschäden, Fehlstellungen, Verletzungen oder Schmerzen am Bewegungsapparat kennen das: Sie durchlaufen eine Odyssee von Arzt zu Arzt, bis die korrekte Diagnose und Therapie feststehen. Auf einer Pressekonferenz des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) Ende Oktober in Berlin berichteten Fachärzte über die Gründe und inwiefern die erschwerten Bedingungen bei der Weiterbildung dabei eine Rolle spielen. Denn immer weniger Ärzte lernen in ihrer Weiterbildung zum Facharzt das gesamte konservative und operative Spektrum von Orthopädie und Unfallchirurgie (O und U) kennen. Um die Versorgung in Zukunft sicherzustellen, seien neue Weiterbildungskonzepte wie Rotationsmodelle, innovative Simulationsverfahren – etwa aus Virtual und Augmented Reality – aber auch eine flächendeckende Finanzierung der Weiterbildung notwendig.

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Experten raten zur sorgfältigen Abklärung bei Schulterschmerz

October 28, 2019 | News

Berlin – Etwa 70 Prozent aller Menschen leiden mindestens einmal im Leben an Schulterschmerzen – unabhängig von Geschlecht, Alter oder Beruf. Die Ursachen sind divers und umfassen etwa Unfälle, Sportverletzungen oder altersbedingte Abnutzung. Was viele nicht wissen: Auch Erkrankungen der inneren Organe, Diabetes oder Funktionsstörungen der Schilddrüse können Schulterschmerzen auslösen. Entsprechend individuell muss der behandelnde Orthopäde und Unfallchirurg bei seiner Behandlung vorgehen. Auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) vom 22. bis zum 25. Oktober 2019 in Berlin diskutierten Experten, wie man einer Erkrankung des Schultergelenks vorbeugen kann, welche Sportarten und Vorerkrankungen diese begünstigen und wie die jeweiligen Erkrankungsformen behandelt werden. Sie beleuchteten dabei auch, welchen therapeutischen Stellenwert die Schulterarthroskopie inzwischen einnimmt und unter welchen Voraussetzungen eine Schulterendoprothese eine gute Entscheidung ist.

Verletzungen des Sprunggelenks immer ärztlich abklären lassen

October 25, 2019 | News

Berlin – Umknicken, Stolpern, Stürzen: Verletzungen des Sprunggelenks gehören zu den häufigsten am Bewegungsapparat. Was nicht jeder weiß: Werden sie nicht oder unzureichend behandelt, können sie schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Dazu gehören etwa eine dauerhafte Instabilität des Gelenks mit häufigem Umknicken sowie eine schmerzhafte Arthrose, die schlimmstenfalls bereits in jungen Jahren auftritt. Deshalb sollte jede Sprunggelenkverletzung von Orthopäden und Unfallchirurgen abgeklärt und leitliniengerecht versorgt werden. Dies beinhaltet auch Maßnahmen, um erneute Verletzungen zu vermeiden, etwa das Tragen von Hilfsmitteln wie Einlagen, Tapes und Orthesen, oder das Training der Koordinationsfähigkeit und Balance. Warum Verletzungen des Sprunggelenks so häufig sind, wie man ihnen vorbeugen kann sowie neueste Erkenntnisse zu ihrer Behandlung waren Themen auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU 2019).

Wissen und Werte: DKOU 2019 öffnet Tore in Berlin

October 22, 2019 | News

Berlin – Unter dem Motto „Wissen braucht Werte“ erwarten die Teilnehmenden auf dem DKOU 2019 ab heute zahlreiche Sitzungen und Diskussionsrunden mit internationalen Experten, die die neuesten Erkenntnisse aus Forschung, Versorgung und Berufspolitik im Fach Orthopädie und Unfallchirurgie vorstellen. Der Kongress findet bis zum 25. Oktober in Berlin statt.

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Implantatregister: Orthopäden und Unfallchirurgen für mehr Expertise, Daten und Patientensicherheit

October 18, 2019 | News

Berlin – Ende September hat der Bundestag beschlossen, ab dem Jahr 2021 alle implantierten Medizinprodukte in einem staatlichen Implantatregister verpflichtend zu erfassen. Dies trifft auch auf die über 400.000 künstlichen Hüft- und Kniegelenke zu, die Orthopäden und Unfallchirurgen hierzulande jedes Jahr implantieren. Die AE - Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik, die Deutsche Gesellschaft für Orthopädische Chirurgie (DGOOC) und die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) begrüßen diesen Schritt. Nun gelte es, die Möglichkeiten des Registers für eine bestmögliche Versorgung auch zu nutzen. Warum deshalb unter anderem auch die Prothesenfunktion sowie eine sogenannte Risikoadjustierung – eine Berücksichtigung von Risiken durch besonders schwere Krankheitsbilder – Eingang in das Implantatregister finden sollten, diskutierten Experten auf der Vorab-Pressekonferenz des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) kürzlich in Berlin.

Chancen und Risiken der elektronischen Patientenakte in Orthopädie und Unfallchirurgie

October 16, 2019 | News

Berlin – Ab dem 1. Januar 2021 müssen die Krankenkassen ihren Versicherten eine elektronische Patientenakte (ePA) zur Verfügung stellen. Bis dahin muss sichergestellt sein, dass die Daten nicht von Unberechtigten abgegriffen oder missbraucht werden können. So kursierten zuletzt im September frei zugängliche Patientendaten im Netz, darunter 13.000 Datensätze aus Deutschland. Auf der Vorab-Pressekonferenz des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) am 10. Oktober 2019 in Berlin diskutierten Experten mögliche Sicherheitslücken und benannten Anforderungen an die ePA. Sie zeigten aber auch die Chancen der Digitalisierung von Patientendaten auf – etwa um im Notfall Leben zu retten.

Pflegepersonaluntergrenzen: Ziel verfehlt

October 14, 2019 | News

Berlin – Welcher Studie zur Zukunft der Pflegepersonalsituation man auch glauben mag, allen ist eines gemeinsam: Der Fachkräftemangel in der Pflege wird sich weiter und dramatisch verschärfen. Das trifft die Alten- genauso wie die Krankenpflege. Guter Rat ist teuer, denn der Personalmarkt ist so gut wie leergefegt. Die Personalabteilungen der Krankenhäuser erarbeiten ständig neue Konzepte, um potenzielle Mitarbeiter auf sich aufmerksam zu machen. Kliniken bewerben sich bei Pflegekräften. Sie müssen gute Gehälter zahlen und ein attraktives Arbeitsumfeld bieten.

Dreijähriger Junge erhält Spenderherz

October 11, 2019 | News

Bad Oeynhausen – Noahs Herz ist gesund. Es schlägt ganz regelmäßig und kräftig in der Brust des dreijährigen Jungen, davon hat sich Dr. Eugen Sandica bei einem Termin in der Ambulanz des Kinderherzzentrums in Bad Oeynhausen überzeugt. Erst vor ca. zwei Monaten hat der erfahrene Herzchirurg und Klinikdirektor Noah ein Spenderherz transplantiert. Jetzt hat für Noahs Familie wieder ein ganz normales Leben begonnen. „Wir sind unendlich dankbar dafür, dass die Eltern eines verstorbenen Kindes einer Organspende zugestimmt haben“, sagen Markus N. und Delia P. „Das hat unserem Sohn das Leben gerettet.“

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Orientierungswert für Krankenhaus- kosten 2019 beträgt 2,99 %

October 9, 2019 | News

Wiesbaden – Das Statistische Bundesamt (Destatis) veröffentlicht gemäß den Vorgaben des Krankenhausentgeltgesetzes den sogenannten Orientierungswert für Krankenhäuser. Dabei handelt es sich um eine wichtige Kenngröße für die Selbstverwaltungspartner im deutschen Gesundheitswesen (gesetzliche Krankenkassen und Krankenhäuser). Der Orientierungswert gibt die durchschnittliche jährliche prozentuale Veränderung der Krankenhauskosten wieder, die ausschließlich auf Preis- oder Verdienständerungen zurückzuführen ist.

Bundestag beschließt Gesetz zur Errichtung von Implantatregister

October 7, 2019 | News

Bonn – Sicherheit und Qualität von Implantationen für gesetzlich und privat Versicherte werden künftig durch ein Register verbessert. Der Deutsche Bundestag entscheidet am 26.09.2019 in 2./3. Lesung über das „Gesetz zur Errichtung eines Implantateregisters Deutschland und zu weiteren Änderungen des Fünften Buches Sozialgesetzbuch“ (Implantateregister-Errichtungsgesetz). Das Gesetz regelt zudem, dass neue Therapien schneller in die Versorgung kommen. Dazu sollen Entscheidungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) beschleunigt werden.

Kontrastverstärkter Ultraschall: Schonend und präzise erkennen ob die Krebstherapie anspricht

October 4, 2019 | News

Leipzig – Krebs gehört in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen. Über den Verlauf einer Krebserkrankung und somit über Leben oder Tod entscheiden häufig eine frühe Diagnostik und die exakte Verlaufskontrolle bei der Therapie. Dabei spielt der kontrastverstärkte Ultraschall (CEUS: Contrast Enhanced Ultrasound) eine immer wichtigere Rolle. Mit Hilfe dieser strahlenfreien Methode können Ärzte deutlich eher und mit größerer Sicherheit als bei anderen bildgebenden Verfahren erkennen, ob ein Tumor gut- oder bösartig ist sowie ob ein Krebspatient gut auf eine Chemo-, Immun- oder Strahlentherapie anspricht. Wie das funktioniert und welches Potenzial in den Ultraschall-Kontrastmitteln steckt, erläutern Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) auf einer Pressekonferenz am Donnerstag, den 17. Oktober 2019 in Leipzig im Rahmen des Dreiländertreffens der deutschen, österreichischen und Schweizer Ultraschall-Fachgesellschaften.

Leidensdruck des Patienten ist ausschlaggebend für den richtigen Zeitpunkt bei Gelenkersatz

October 1, 2019 | News

Berlin – Bei der Indikationsstellung für einen künstlichen Gelenkersatz an Hüfte oder Knie trägt der Patient den entscheidenden Anteil. Ein „Muss“ für eine Operation gibt es aus ärztlicher Sicht nicht. Denn nicht der Röntgenbefund einer Arthrose bzw. der Grad des Knorpelverschleißes sind ausschlaggebend für die Operationsentscheidung, sondern der Leidensdruck des Patienten. Vier Kriterien helfen dem Patienten bei seiner OP-Entscheidung. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) gemeinsam mit der AE - Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik (AE) hin.

DKOU 2019: Orthopäden und Unfallchirurgen fordern frühzeitige Einbindung in Verkehrsplanung

September 27, 2019 | News

Berlin – Anlässlich des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) vom 22. bis 25. Oktober 2019 in Berlin fordert die AG Prävention der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) die frühzeitige Einbindung in die Verkehrsplanung. So könnten Politik, Kommunen und Stadtplanung das Wissen über schwere Verletzungen, etwa aus dem TraumaRegister DGU, bei der zukünftigen Verkehrsführung und zur Erstellung entsprechender Algorithmen für die Unfallverhütung nutzen.

Reinhardt: „Klimaschutz ist immer auch Gesundheitsschutz”

September 24, 2019 | News

Berlin – „Gesundheit und Wohlergehen der Menschen hängen ganz wesentlich vom Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen ab. Klimaschutz ist deshalb immer auch Gesundheitsschutz. Es ist unsere ärztliche Pflicht, auf diese Zusammenhänge aufmerksam zu machen und uns für die Einhaltung der Pariser Klimaschutzziele einzusetzen.“ Das sagte Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt vor dem weltweiten Klima-Aktionstag am 20. September 2019 in Berlin.

Neue Behandlungsoption bei komplizierten Hirnaneurysmen

September 20, 2019 | News

Leipzig – Wird ein Aneurysma im Gehirn entdeckt, löst das bei den Betroffenen immer große Ängste und Sorgen aus. Denn die Aussackungen der Hirnarterien sind gefährlich: Ein Riss führt zu einem Notfall, der das Leben und die Gesundheit stark gefährdet. Eine vorsorgliche Operation ist daher meist dringend angeraten. Allerdings gab es diese Möglichkeit bisher nicht für alle Fälle: Liegt das Aneurysma tiefer im Gehirn, an kleinen, unübersichtlichen oder stark verzweigten Gefäßen, gilt die Gefäßschädigung als nur schwer und mit hohem Risiko operierbar. Seit kurzem bieten neue innovative Implantate auch für Aneurysmen dieser sehr kleinen Gefäße Hoffnung auf einen schonenden und erfolgreichen Eingriff. Die Neuroradiologen am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) haben diese speziellen Stents bereits 70 mal erfolgreich einsetzen können. Damit verfügen die Leipziger aktuell über die weltweit größte Erfahrung bei diesem hochspezialisierten Verfahren.

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Das mehrfach behinderte Kind bedarf einer interdisziplinären Betreuung durch alle Fachbereiche

September 16, 2019 | News

Berlin/München – Die Kinderchirurgie als operative Kindermedizin ist hierbei ein unverzichtbarer Partner, da einige Beeinträchtigungen des mehrfach behinderten Kindes ausschließlich chirurgisch zu versorgen sind. Dazu gehören angeborene oder erworbene Fehlbildungen des Gehirns, die zu Störungen der Zirkulation des Hirnwassers führen. So kann es zum Beispiel durch Hirnblutungen im Rahmen der Frühgeburtlichkeit oder durch angeborene Verengungen kleinster Kanälchen im Hirnkammersystem zu einem Aufstau des Hirnwassers kommen mit der Folge einer Erweiterung der Hirnkammern, eines sogenannten Wasserkopfes. Um Druckschädigungen des empfindlichen kindlichen Gehirns zu vermeiden, sind Ableitungen des Hirnwassers über ein Schlauchsystem in die Bauchhöhle oder in das Blutkreislaufsystem erforderlich.

Interview: BÄK und KBV kritisieren Überlegungen zum Sicherstellungs­auftrag in Notfallversorgung

September 12, 2019 | Interviews

Berlin – Der im Juli vom Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) vorgestellte Diskussions­entwurf für eine Reform der Notfallversorgung muss aus Sicht von Bundes­ärzte­kammer (BÄK) und Kassen­ärztlicher Bun­desvereinigung (KBV) in einigen Punkten nachgebessert werden. Das gilt vor allem für den Sicherstellungauftrag, wie BÄK-Präsident Klaus Rein­hardt und der stellvertretende Vor­sitzende der KBV, Stephan Hofmeister, im Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt klarstellen.

Herzklappen-Ersatz mit dem Katheterverfahren TAVI: für wen geeignet?

September 9, 2019 | News

Frankfurt am Main – Eine Aortenklappenstenose zählt zu den häufigsten Herzklappenerkrankungen in Deutschland. Etwa drei bis vier Prozent der 60- bis 70-Jährigen sowie bis zu zehn Prozent der über 80-Jährigen leiden darunter. Ist die Herzklappe so stark verengt, dass es zu Luftnot bei Belastung oder sogar in Ruhe kommt, raten Kardiologen in der Regel zu einem Ersatz der Herzklappe. Bei der Standardoperation zur Behandlung der Aortenklappenstenose wird der Brustkorb eröffnet, der Patient an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen und das Herz stillgelegt. Der Herzchirurg entfernt die krankhaft veränderte Klappe und ersetzt sie durch eine Klappenprothese; eine Reparatur ist hier seltener möglich. Dieses Verfahren wird seit Jahrzehnten angewendet, und es können mit ihm sehr gute langfristige Ergebnisse erzielt werden. Für inoperable Hochrisiko- und ältere Patienten (über 85 Jahre), für die nicht die Standardoperation in Frage kommt, steht seit rund 15 Jahren die schonendere kathetergestützte Aortenklappen-Implantation, kurz „TAVI“ (Transcatheter Aortic Valve Implantation) zur Verfügung, bei der die neue Herzklappe über einen Katheter ins Herz eingeführt wird.

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Innovative 3D-Druckmodelle helfen Patienten mit Aortenaneurysmen

September 5, 2019 | News

Leipzig – Bereits sieben Menschen konnten die Gefäßmediziner am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) dank eines Gefäßmodells aus dem 3D-Drucker helfen und damit deren Leben retten. Denn ein individuell erstelltes Kunststoffmodell hilft den Ärzten, bei einer lebensgefährlichen Aussackung der Aorta, der Hauptschlagader, eine genau passende Prothese zu erstellen und zu implantieren. Das dabei genutzte einzigartige Verfahren wurde von einer Forschergruppe am Leipziger Universitätsklinikum entwickelt und nun erfolgreich in der Praxis angewendet. Dafür wurde das Projekt jetzt mit dem lokalen IQ Innovationspreis der Stadt Leipzig ausgezeichnet.

DKOU: Wie stellen wir in Orthopädie und Unfallchirurgie das Wohl der Patienten sicher?

September 2, 2019 | News

Berlin – Orthopädie und Unfallchirurgie befinden sich im raschen Wandel: Durch Digitalisierung, Datenschutz und rasanten wissenschaftlichen Fortschritt weiten sich Arbeitsfeld und Anforderungen in Klinik und Praxis nahezu täglich aus. Gleichzeitig haben Ärztinnen und Ärzte mit zunehmendem ökonomischen Druck, politischer Fehlsteuerung und teils eklatantem Personalmangel zu kämpfen. Um in diesem Spannungsfeld nicht nur als Erfüllungsgehilfen in der „Wertschöpfungskette Medizin“ zu agieren, sondern eine verantwortungsvolle Patientenversorgung auch zukünftig sicherstellen zu können, ist mehr denn je eine solide Balance zwischen Wissen und Werten gefragt. Unter dem Motto „Wissen braucht Werte“ diskutieren Expertinnen und Experten auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) aktuelle gesundheitspolitische und medizinische Fragen. Auf der Agenda stehen auch die neuen Risiken von E-Scooter, E-Bike und Co., die Reform der Notfallversorgung, das Implantatregister Deutschland, Digitalisierung und Anforderungen an eine sektorenübergreifende Patientenversorgung. Ebenso Thema sind neue Probleme bei der Patientenversorgung und der Erforschung von schweren Verletzungen (TraumaRegister DGU) durch den Datenschutz. Der DKOU findet vom 22. bis 25. Oktober 2019 in Berlin statt.

Neue diagnostische und therapeutische Methoden bei Lungenkrebs

August 30, 2019 | News

Bad Lippspringe – Die Diagnostik des Lungenkrebses ist ausgesprochen wichtig, da die Behandlungsmethoden trotz einer Reihe wesentlichen Innovationen immer noch dazu führen, dass Lungenkrebs eine der häufigsten Todesursachen an Krebserkrankungen darstellt. Um eine frühe Erkennung zu gewährleisten, ist das Lungenkrebsscreening eine sehr gute Methode.

Honorarverhandlungen für 2020 sind abgeschlossen

August 28, 2019 | News

Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband haben ihre Honorarverhandlungen für 2020 abgeschlossen. Neben einer Preissteigerung für ärztliche und psychotherapeutische Leistungen vereinbarten sie Verbesserungen für die Vergütung der Humangenetik und von Videosprechstunden.

Neue Leitlinie zu Virusinfektionen bei Organ- und allogen Stammzelltransplantierten

August 26, 2019 | News

Erlangen – Patienten, die eine Organ- oder allogene Stammzelltransplantation erhalten haben, sind durch die in der Folge notwendige Immunsuppression besonders anfällig für virale Infektionen, die bei ihnen zudem oft schwerer verlaufen. Die Gesellschaft für Virologie (GfV) und die Deutsche Vereinigung zur Bekämpfung von Viruskrankheiten (DVV) haben in Kooperation mit 18 weiteren wissenschaftlich-medizinischen Fachgesellschaften den aktuellen Erkenntnisstand zu Diagnose, Prävention und Behandlung von Virusinfektionen bei Organ- und Stammzelltransplantierten nun in einer Leitlinie zusammengefasst.

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Studien belegen: In der Bauchchirurgie haben minimalinvasive Operationen viele Vorteile

August 23, 2019 | News

Berlin – Weniger Wundinfektionen, geringere Schmerzen, kürzere Krankenhausaufenthalte, schnellere Rückkehr in den Alltag: Bei vielen minimalinvasiven Eingriffen im Bauchraum belegen Studien und Metaanalysen heute Vorteile für die Patienten. Das stellt die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) in einem aktuellen Beitrag in der „Chirurgischen Allgemeinen“ klar. Gallenblasen- und Blinddarm-operationen sowie mittlerweile mehr als ein Drittel aller Leistenbruchoperationen werden daher in Deutschland mit kleinen Schnitten in sogenannter laparoskopischer Technik operiert.

Künstliches Knie- und Hüftgelenk: Lebenslange Wachsamkeit bei Infekten und kleinen Verletzungen

August 21, 2019 | News

Freiburg – Die Infektion eines künstlichen Hüft- oder Kniegelenks gehört zu den gefürchtetsten Komplikationen in der Endoprothetik. Sie kann auch noch Jahrzehnte nach der Implantation auftreten – und zieht dann oft langwierige und aufwendige Behandlungen mit mehreren Operationen nach sich. Erreger aus einem Infektherd können sich über die Blutbahn auf das Implantat ausbreiten und dort vermehren. Träger von Gelenkprothesen sollten deshalb jedwede Infektion und Entzündung ernst nehmen und sich im Zweifel ärztlich beraten lassen, empfiehlt die AE – Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik.

Einheitliche Leitstellen, Notfallzentren und Änderungen beim Rettungsdienst geplant

August 19, 2019 | News

Bornheim – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat einen Arbeitsentwurf zur Reform der Notfallversorgung an die Bundesländer verschickt. Ziel des geplanten Gesetzes ist es, die Versorgung im Notfall zu verbessern. Dafür sollen die Rettungsdienste der Länder mit den ärztlichen Bereitschaftsdiensten und den Notfallambulanzen der Krankenhäuser zusammenarbeiten.

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